Backup, wieso?
Eine Backup-Strategie setzt eine Anwort auf die Frage, welchem Zweck das Backup dient, voraus. Diese kann nur der Nutzer selbst geben.
- Möchte man einem Hardware-Crash begegnen, so kann man sich gewöhnlich auf den Webspace-Provider verlassen. D.h. ein eigenes Backup ist unnötig. (Aber: Was ist bei einem Providerwechsel? Ist der Provider zuverlässig?) (Garantieren wird der Provider garantiert gar nichts!)
- Möchte man einem Software-Problem begegnen, so ist ein aktuelles Backup vielleicht notwendig aber kaum hinreichend. Die Empfehlung ist also, ein vollständiges und aktuelles Backup für den Reparateur zu haben.
- Möchte man die Site auf einen anderen Server transportieren, so ist ein Backup ebenfalls Voraussetzung. Im Idealfall kann die alte Installation als Backup dienen, sodass wiederum kein spezielles Backup erstellt werden muss. Jedenfalls ist die Situation singulär, sodass keine allgemeine Strategie gefragt ist.
- Möchte man speziell die Inhalte einer Site sichern, sodass ein Undo möglich ist, wenn man selbst etwas »verschlimmbessert« hat, so ist nicht ein Backup, sondern möglichst viele, gefragt. Für dieses Szenario bietet ein nacktes Typo3 bereits Hilfestellung. Ein Superuser allerdings, der vielleicht sogar per SSH direkt auf dem Server arbeitet, ist »unversicherbar«. Er kann wie ein Hardware-Crash wirken – den der Provider nicht automatisch repariert.
Man könnte nun argumentieren, mit z.B. stündlichen, vollständigen Backups sei man jeder Situation gewachsen. Das kann jedoch praktisch nicht realisiert werden, denn ein solches Backup lässt sich nicht instantan erzeugen. Außerdem wäre die Datenflut nicht handhabbar.
Umgekehrt ist der Verzicht auf ein eigenes Backup unter Umständen durchaus vernünftig. Selbst wenn man den Provider einmal bemühen muss und dadurch Kosten entstehen, ist das evtl. die bessere Option – je nach Provider.
Möchte man »für den Fall der Fälle« ein einzelnes Backup erstellen, so suggeriert die »FTP-Ansicht unter Windows«, man könne sämtliche Daten auf den lokalen Rechner ziehen und dann beliebig weiter verarbeiten – etwa auf CD oder DVD brennen. Obwohl ein solches Backup besser als kein Backup ist, verdient es den Namen nicht, denn es ist unvollständig und fehlerhaft. (Beim naiven Restore, kann es dann auch schlechter als kein Backup sein.)
Die nächste Frage ist also: Was muss/soll gesichert werden?
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