

Mit YouTube haben Videos im Web einen festen Platz erobert. Der Papst hat kürzlich einen eigenen Kanal online stellen lassen und selbst Fernsehsender stellen bei YouTube ein.
Auch wir nutzen Videos auf unserer Site. Insbesondere zur Illustration von Arbeitsweisen am Computer, sind sie das Mittel der Wahl. Es gibt aber auch andere Einsatzbereiche, wie unser Beispiel zeigt:
Am Anfang stand ein Folder, in dem sich die Katholische Erwachsenenbildung selbst darstellte, dann wurde aus den Inhalten von uns eine PowerPointPräsentation erstellt. Nachdem der Termin des Einsatzes der Präsentation vorüber war, tauchte der Gedanke auf, dass es schön sei, diese als einfachen Film ohne Ton im Netz zur Verfügung zu stellen. Die Präsentation wurde von uns abgefilmt. Beim Datenkodieren kam ein h264-Codec zum Einsatz, da er einigermaßen verlustfrei komprimiert. Da der Film wegen der weiten Verbreitung in einem Flash-Player dagestellt werden soll, ist wegen des h264-Codecs zum Abspielen ein Flash-Plugin ab der Version 9.3 nötig. Normalerweise ist das unproblematisch, da derzeit die 10er Version Standard ist.
Zu guter Letzt fehlte uns dann doch der Ton, also haben wir einen gemafreien Sound dazugepackt.
Der Film hat ca. 8 MB, was angesichts der Tatsache, dass er bildschirmfüllend angesehen werden kann, erfreulich wenig ist.
In unserem Bespiel wird ein Flash-Player mit einem guten Codec verausgesetzt. Gewöhnliche YouTube-Videos verlangen nur nach einem sehr antiquierten Flash-Plugin. Videos in besserer Qualität, die dennoch mit der beschränkten Bandbreite im Web vereinbar sind, benötigen also wie beschrieben ein neueres Plugin.
Es kann daher geschehen, dass statt eines Videos nur die lapidare Mitteilung »Flash ist Pflicht« erscheint. Das ist besonders ärgerlich, wenn man sicher ist, Flash installiert zu haben.
Aber auch Flash allein reicht nicht aus, denn die Einbindung eines Flash-Players auf einer Seite wird gemeinhin mit JavaScript erreicht. (Der Grund dafür sind obskure Software-Patente.) Wenn also JavaScript deaktiviert ist, wird ebenfalls kein Film zu sehen sein.
FAZIT: Mit einem aktuellen Flash-Player (Version 10.x) und aktiviertem JavaScript sollten keine Probleme auftreten.
Letzthin kann Flash selbst Probleme bereiten, vor allem dann, wenn man unter einem älteren Betriebssytem arbeitet.
Version 8 des Flash-Players wurde z.B. nie für Linux veröffentlicht, sodass der bessere Codec "On2 VP6", der mit Flash 8 aufkam, für YouTube keine Option war.
Seit Version 9.3.x unterstützt Flash auch den Codec "h264", den wir z.T. auf dieser Site benutzen.
Die Flash-Version 10 läuft u.U. nicht unter einem betagten Linux. Dann ist es hilfreich, dass Adobe ältere Versionen anbietet (
Archived Flash Players).
Wir empfehlen für Linux die Version 9.3.x., wenn die aktuelle Version nicht läuft. (Unter Firefox about:plugins in die Adresszeile eingeben um die Installation zu kontrollieren.)
"Codec" ist ein Kunstwort aus coder und decoder. Gemeint ist ein Verfahren bei dem Signale umgewandelt werden. Meist passiert dieser Kodiervorgang nicht ohne Veränderung, sondern es wird eine verlustbehaftete Datenreduktion vorgenommen. Je nach Ausmaß und Verfahren führt das zu mehr oder weniger deutlichen Qualitätsverlusten (Bild- und Tonqualität). Diese Qualitätsverluste werden hingenommen, weil nur so die Übertragung zum Beispiel von Filmen übers Internet auf den häuslichen Bildschirm möglich ist. Gute Codecs schaffen eine spürbare Reduktion der Dateigröße ohne beklagenswerte Qualitätsverluste.
Für die Kodierung werden verschiedene Codecs eingesetzt. MPEG-4-Codecs sind zum Beispiel Xvid, DivX, x264).
Wichtig zum Verständnis dieser Zusammenhänge ist die Unterscheidung zwischen dem kodierten Datenformat, also dem Audio- und Videoformat, einerseits und andererseits dem Containerformat. Beispielsweise erstellt der bekannte XviD-Codec MPEG-4-Videospuren oder der MP3-Audiocodec MP3-Audiospuren. Diese beiden können in einem Dateicontainer (z. B. AVI oder MOV) kombiniert und dann gespeichert werden.
