Wie schütze ich mich vor SPAM?

SPAM-Dosenfleisch – der Ursprung des Begriffs Spam (Weiteres bei Wikipedia.de)

95 Prozent aller im dritten Quartal des laufenden Jahres versendeten E-Mails waren Spam, also unerwünschte Werbung. SPAM wird daher auch als die virtuelle Seuche des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Bei der thematischen Aufschlüsselung geht solche für pharmazeutische Produkte klar als Sieger hervor. Die häufigste Form von Spam ist reiner Textspam. Spam-E-Mails mit pdf- oder mp3-Anhängen gehen dagegen zurück. Diese Formen sind aufwendiger zu produzieren und stellen damit einen Kostenfaktor dar. Die Spam-Aufträge selbst belasten das Konto der Auftraggeber weit weniger: 20 Mio. Emails sind bereits ab 350 Euro zu haben.

Der wirtschaftliche Schaden durch Spam-Mails ist hingegen immens. Unternehmen müssen ständig in die Aktualisierung ihrer Sicherheitssoftware investieren und der Zeitaufwand für das Trennen wichtiger und unwichtiger E-Mails nimmt stetig zu. Mit zunehmendem Einsatz von Hardware- und Softwarelösungen zur Verminderung des Spam-Aufkommens wächst dabei gleichzeitig die Gefahr, dass reguläre E-Mails fälschlich aussortiert werden.

Hinzu kommt das Risiko, Schadprogramme zu laden, indem unvorsichtigerweise via Klick auf Links in Spam-E-Mails von speziell präparierten Websites Schadcodes geladen wird.

So schützen Sie sich vor Spam-Mails:

  • Verschiedene Mail-Adressen
    Geben Sie Ihre Adresse grundsätzlich nur an, wenn es unbedingt nötig ist. Neben Ihrer eigentlichen Kennung können Sie sich eine kostenlose Mail-Adresse einrichten, etwa bei GMX, Web.de oder Hotmail. Nutzen Sie diese Adresse für Einkäufe im Internet, Gewinnspiele oder in Internetforen. Läuft dort zu viel unerwünschte Werbung (Spam) auf, löschen Sie die Adresse und richten eine neue ein. Dass die Werbeflut anschwillt, lässt sich kaum vermeiden, schon weil sich kostenlose Anbieter über Werbung finanzieren.
  • Spezielle Wegwerf-Adressen
    Bei besonders dubiosen Internetangeboten sollten Sie Wegwerf-Adressen nutzen, etwa von Spamgourmet. Diese Adressen lassen nur eine von Ihnen festgelegte Anzahl von E-Mails zu. Wird die Zahl überschritten, wird die Post automatisch gelöscht. Wenn Sie sich auf einer Web-Site registrieren müssen, können Sie mit einer Wegwerfadresse zwar den Registrierungscode erhalten, die anschließenden Werbemails landen aber im Müll.
  • Spamfilter
    Zum Schutz Ihrer hauptsächlichen Mail-Adresse: Viele E-Mail-Programme bieten den Einsatz von Spamfiltern an. Sie analysieren die eingehenden Nachrichten.
    Sprechen die Indikatoren für die Klassifizierung als Spam, landet die Nachricht in einem separaten Ordner. Diese Vorsortierung spart viel Zeit und erleichtert das Löschen. Außerdem gibt es hilfreiche Programme, die Sie zu diesem Zweck installieren können. Sie sind in der Regel lernfähig und erlauben das Anlegen von White- und Blacklists (Listen von erwünschten Absendern und solchen, die nicht erwünscht sind). 

Ein privater Tipp am Rande: Zuhause haben einige unserer Kollegen sehr gute Erfahrungen mit dem Freewareprogramm der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterFirma Spamfighter gemacht.

  • Keine Spammails öffnen
    Dabei werden oft Daten von speziellen Internet-Servern geladen. Und schon können Spammer feststellen, dass Ihre Adresse tatsächlich existiert. Die Folge ist noch mehr Datenmüll. Aus dem gleichen Grund sollten Sie das Vorschau-Fenster in Ihrem E-Mail-Programm deaktivieren und nie auf Links in Spammails klicken. Antworten Sie nicht auf Spam-Mails und - was noch wichtiger ist - kaufen Sie niemals etwas von Spammern.

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